In der Verpackungsindustrie trennt sich gerade die Spreu vom Weizen

In der Verpackungsindustrie trennt sich gerade die Spreu vom Weizen.
Bei Unternehmen, Mitarbeitern und Kandidaten.

Die wirtschaftliche Situation belastet derzeit nahezu alle Unternehmen der Branche. Die Reaktionen darauf sind sehr unterschiedlich. Sie reichen von „Durchhalten, das geht vorbei“ bis zu „wir müssen uns grundsätzlich hinterfragen und Dinge neu aufsetzen“.

Dass diese Phase vorübergehen wird, ist sicher. Dass danach alles wieder so sein wird wie zuvor, eher nicht. Märkte haben sich verschoben, Wettbewerber sind anders positioniert, Materialien und Anwendungen haben sich weiterentwickelt. Wer heute entscheidet, nichts zu verändern, trifft ebenfalls eine aktive Entscheidung. Und muss mit allen Konsequenzen leben.
Auffällig ist: Diese Dynamik betrifft nicht nur Unternehmen, sondern seit längerem auch Mitarbeiter und Kandidaten.

Ein Beispiel von gestern:
Ein Außendienstmitarbeiter, Anfang 30, akademischer Hintergrund, rund sechs Jahre Berufserfahrung in der Verpackung.
– Seit mehreren Monaten auf Jobsuche.
– Gespräche sind nur mit deutlichem zeitlichem Vorlauf möglich.
– Akquise wird eher ausgeschlossen.
– Gleichzeitig besteht Unsicherheit, ob man den Auswahlprozess überhaupt weiterführen möchte.

Fachlich ist das ein interessanter Kandidat. Das Thema ist ein anderes: die Haltung zum Markt und zur eigenen Rolle darin.

Der Arbeitsmarkt, insbesondere in der Verpackungsindustrie, wird gerade neu sortiert. Nicht nach Titeln oder Lebensläufen, sondern nach Veränderungsbereitschaft, dem unbedingten Willen etwas zu bewegen (auch wenn man die Komfortzone dafür verlassen muss) und der Frage, wie aktiv jemand seine Rolle versteht.

Unternehmen, die sich ehrlich hinterfragen, und Menschen, die bereit sind, ihr eigenes Selbstverständnis anzupassen, werden handlungsfähig bleiben.

Stillstand in bewegten Zeiten ist keine neutrale Position, sondern der Weg ins Aus.

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